Hund und Herrchen bereiten Kürbis vor- vegane Ernährung Hunde-HELDENTIER

Hund vegan ernähren

Kann ich meinen Hund vegan ernähren?

 

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken um die Gesundheit, Tierschutz und der Umwelt. Das Interesse an Vegetarismus wächst immer weiter und so wächst auch das Interesse, an vegetarischem Futtern für ihre Haustiere. Im Vereinigten Königreich wurden im Jahr 2014 dreimal so viel vegetarische Tiernahrungsmittel auf den Markt gebracht, wie in den drei Jahren davor. Tierhalter sind nicht nur informierter, viele Besitzer sehen auch Parallelen zu Allergien und Krankheiten bei ihren Hunden, und der klassischen Futtermittelindustrie.

Was braucht der Hund?

Wie auch beim Menschen, benötigt der Hund nicht ein Lebensmittel, wie beispielsweise Fleisch, sondern die Nährstoffe. Wichtig ist, dass diese Nährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind und diese in guter Verdaulichkeit zugeführt werden. Was uns alle, egal ob Mensch, Hund oder Katze, unterscheidet, ist unser Nährstoffprofil.

Damit wir über eine vegane Ernährung sprechen können, müssen wir kurz eine weitverbreitete Meinung ansprechen:

Fakt:  Hunde sind durchaus in der Lage sind, pflanzliche und stärkehaltige Nahrung zu verdauen.

Hundespeichel enthält Alpha-Amylase: Das Enzym ist für die Aufspaltung von Kohlenhydraten zuständig und bei reinen Fleischfressern nicht zu finden.

Der Hund hat die Fähigkeit, Stärke zu verdauen und ist damit biologisch ein Allesfresser.

Unser geliebter Vierbeiner hatte über 33.000 Jahre Zeit, sich vom Wolf zu entfernen und sich immer mehr dem Menschen angepasst. Da es auch beim Zweibeiner nicht viel Fleisch gab, musste der Hund auch pflanzlichen Abfälle des Menschen fressen. Aus diesem Grund unterscheidet sich die Darmflora unserer Vierbeiner jetzt gar nicht so sehr von uns.

domestizierung Hund - Heldentier Blog

 

Der Hund braucht die Nährstoffe, nicht das Lebensmittel

Wie beim Menschen, der sich vegan ernährt, muss man auch beim Hund einiges beachten.

Makronährstoffe

  • Fette
  • Kohlenhydrate
  • Proteine

 

Mahlzeiten für den Hund selber zusammenstellen

Wer die Mahlzeiten für seinen Hund selber zusammenstellen möchte, sollte sich tiefergehend mit der Materie befassen und einen Ernährungsberater oder Tierarzt aufsuchen, der einen Ernährungsplan aufstellen kann und dir aufzeigt, was beachtet werden muss. Um den Bedarf zu decken, müssen dem Futter Zusatzstoffe zugeführt werden, ähnlich wie bei Menschen, die eine vegane Ernährungsform adaptiert haben. 

Für alle, die der Meinung sind, es ist nicht natürlich, da zusätzlich z.B. Vitamin B12 zugesetzt wird, auch bei Masttieren, die nachher auf dem Tisch landen, wird Vitamin B12 der Nahrung zugesetzt. 

    Fette

    Hochwertige Fette sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren:

    z.B. Leinöl, Hanföl, Nachtkerzenöl..

    Besonders Fette, die einen hohen Anteil Linolsäure, alpha-Linolsäure und Omega-3-Fettsäuren haben, sind für unsere vierbeinigen Freunde äußerst wichtig. 

    Kohlenhydrate

    Für die Energie!  Hochwertige pflanzliche Kohlenhydrat-Quellen sind zum Beispiel: Kartoffeln, Bohnen und Hülsenfrüchte, sowie verschiedene Getreidesorten.

    Getreide (Gluten) wird nicht von allen Hunden vertragen, aber wenn es vertragen wird, gibt es keinen Grund es wegzulassen. 

    Eiweiß

    Welche Aminosäuren sind essentiell für den Hund?

    Folgende essentielle Aminosäuren dürfen in keinem Hundefutter fehlen:

    • Isoleucin
    • Leucin
    • Lysin
    • Methionin
    • Phenylalanin
    • Threonin
    • Tryptophan
    • Valin 
    Aminosäuren Hund -HELDENTIER

      Die biologische Wertigkeit

      gilt als Maß dafür, wie effizient körperfremde Proteine vom Organismus in körpereigene Proteine umgesetzt werden können. Das Bedeutet, je einfacher der Hund die aufgenommenen Proteine im Körper verarbeiten kann, desto höher die biologische Wertigkeit. 

      Wichtig ist, dass der Hund hochwertiges Eiweiß erhält. Diese können sogar mit Fleisch mithalten. Neben Fleisch gilt u.a. die Lupine als die am besten verwertbare Aminosäurenquelle. Aber auch Linsen, Bohnen und Sonnenblumenkerne sind wichtige Aminosäurelieferanten.

      Beispiel

      Lupine:

      Eiweiß

      40g

      Isoleucin

      1894

      mg

      Leucin

      3218

      mg

      Lysin

      2267

      mg

      Methionin

      298

      mg

      Tryptophan

      338

      mg

      Threonin

      1562

      mg

       

       

      Pflanzliches Eiweiß Tabelle

      Nahrungsmittel

      Protein pro 100 g

      Lupine

      40g

      Sojabohnen

      34 g

      Hanfsamen

      32 g

      Kürbiskerne

      30 g

      Sonnenblumenkerne

      27 g

      Leinsamen

      24,4 g

      Rote Linsen

      24 g

      Kidneybohnen

      21 g

      Naturtofu

      16, 7 g

      Haferflocken

      13 g

       

      Veröffentlichung von Tierärztin Pia-Gloria Semp

      Tierärztin Pia-Gloria Semp beschreibt in Ihrer Veröffentlichung an 20 veganen Hunden und 15 veganen Katzen das Ergebnis ihrer Studie:

      „…Mit den Informationen dieser Studie und dem Gesamteindruck der teilnehmenden Tiere und den Ergebnissen der klinischen Untersuchung, sowie Blutuntersuchungen, kann die engstirnige Verweigerung, oder das Abraten einer veganen Ernährung für Hunde und Katzen, nicht begründet werden…

      Außerdem sollte das zunehmende Interesse an dieser Form der Ernährung und die Nachfrage, in einer stärkeren Auseinandersetzung mit diesem Thema unter Tierärztinnen und Tierärzten in einer modernen Tiermedizin führen…“

      Schlussfolgerung: Es konnten keine signifikanten Unterschiede im Blut der Tiere gegenüber Tieren, die eine Mischration mit Fleisch erhielten, festgestellt werden.

      Im übrigen, wurde das Futter sehr gut angenommen und gut vertragen. 

       

      Wie bei jeder Ernährungsform sollte man auf einiges achten

      Nicht jedes pflanzliche Lebensmittel aus der menschlichen Ernährung kann genauso gut für Hund oder Katze geeignet sein.

      Wie ihr sicherlich wisst, fallen darunter:

      Schokolade, Trauben(und Rosinen) Zwiebel, Avocado, Knoblauch, Macadamia Nüsse, das Süßungsmittel Xylitol, koffeinhaltige Getränke und natürlich Alkohol

      Nachteile, wenn das Futter selber zubereitet wird

      Wie bereits erwähnt, sollte man sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und sich von einem Experten beraten lassen. 

      Ein weiterer Nachteil ist der Zeitaufwand. Das Einkaufen, vorbereiten und kochen ist einfach zeitaufwendiger. Wer sich gut organisiert, für den ist es gut durchführbar. Was auch funktioniert, ist, wenn man auch gleich Gerichte für sich plant, die der Hund problemlos mitessen kann. (Ich meine, die Basis zusammen zu kochen. Beispiel: Kartoffeln, Reis und Gemüse und später für sich zu würzen, oder weiterzuverarbeiten)

       Solltest du dein Hund bekochen wollen, dann rate ich zu ALL-IN VELUXE von VEGDOG. Dann kannst du dir sicher sein, dass dein Hund alles erhält, was er benötigt. 

      Veganes Alleinfutter- was sollte es noch beinhalten?

      Mit einem Alleinfuttermittel wird der Bedarf abgedeckt, wie z.B. das Futter von VEGDOG. Achte immer auch auf folgende Zusätze im veganen Futter, die nicht fehlen sollten: Carnithin, Taurin, Vitamin B12, Kupfer, Zink sowie Rohstoffen beinhalten, die EPA und DHA (weitere Omega-3-Fettsäuren).

       

       Was sind die Vorteile einer veganen Hundeernährung?

      Es hat sich gezeigt, dass die Hunde weniger anfällig für Krankheiten sind, z.B. Krebs. Auch ist die Ernährung gut für Gelenke, der Kot riecht so gut wie gar nicht und nicht zu vergessen, kann eine Ernährungsumstellung sich auch bei Hunden mit Verhaltensproblemen, positiv Auswirken.

      Zusätzliches großes PLUS: es entlastet unsere Umwelt!

       

      Worauf muss man achten, oder wissen, wenn man die Ernährung des Hundes auf eine vegetarische oder vegane Ernährung umstellt?

      Je länger Hunde oder auch Katzen an ein Futter gewöhnt sind, desto schwieriger kann sich die Umstellung gestalten. Wichtig ist, dass der Wechsel langsam erfolgt. Bei einigen Tieren kann Futterumstellung sich über mehrere Monate hinziehen. Zu beachten ist auch, wie der Tierhalter mit der Situation umgeht. Wird der Hund genau beäugt und voller Sorge angesprochen, so muss man sich nicht wundern, dass Hundi höchstwahrscheinlich nicht mit Begeisterung das Futter futtern wird.

      Also möglichst cool bleiben und mit Normalität das Futter servieren und Durchhaltevermögen zeigen!

      Mein Hund hat, mit der Präzision eines Chirurgen, das neue Futter mit der Schnauze aus dem Futternapf befördert und das jede Mahlzeit! Das kann ziemlich ernüchternd sein. Ich gebe zu, auch ich wurde einige Male schwach und es hat mehrere Anläufe benötigt. 

      Nebenwirkungen

      Wichtig zu wissen ist, dass der ph-Wert des Hundes im Urin steigen kann und damit das Risiko für den Hund, Harnsteine zu entwickeln.

      Daher ist es wichtig, regelmäßig den ph-Wert des Urins zu messen. Dafür kann man sich Teststreifen besorgen.

      Zusätzlich kann man den Fokus auf Säure-bildende, pflanzliche Lebensmittel setzen, wie: Erbsen, Linsen, Hafer, Mais, Rosenkohl, Spargel, aber auch durch beispielsweise der Zugabe von Vitamin C.

       

      Eines der bekanntesten veganen Hunde: Bramble der Border Collie

      Der Border Collie starb 2003 im Alter von 27 Jahren. Gefressen hat Bramble hauptsächlich Linsen, Vollkornreis, Gemüse und texturiertem pflanzlichem Schnetzel, sowie Hefeextrakt und Kräuter.

      Egal, aus welchen Gründen du dich entscheidest, oder entschieden hast, deinen Hund vegan zu füttern, es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, solange der Hund alles erhält, was er für ein glückliches Leben braucht und er das Futter annimmt und verträgt.

      Mit einem Alleinfuttermittel wird der Bedarf abgedeckt, wie z.B. das Futter von VEGDOG. Solltest du dein Hund bekochen wollen, dann rate ich zu ALL-IN-VELUXE von VEGDOG. Dann kannst du dir sicher sein, dass dein Hund alles erhält, was er benötigt. 

      FAZIT

      Egal, aus welchen Gründen du dich entscheidest, oder entschieden hast, deinen Hund vegan zu füttern, es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, solange der Hund alles erhält, was er für ein glückliches Leben braucht und er das Futter annimmt und verträgt.

      Ich kann mich auch nur anschließen, was Frau Dr. Semp in ihrer Veröffentlichung gesagt hat. Tierhalter fordern ein, ernst genommen zu werden, wen der Wunsch besteht, egal ob aus gesundheitlichen Gründen, oder ethischen Gründen, den Hund vegan zu ernähren. Es ist wichtig, dass auch Tierärzte dies erkennen und sich mit der Thematik auseinandersetzen.

       

       

       

      "Quellen:

      https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5035952/#B12-animals-06-00057

      https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5035952/#B13-animals-06-00057

      https://www.spektrum.de/news/hund-mehr-vegetarier-als-wolf/1181997

      https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Darmflora_von_Mensch_und_Hund__aehnlicher_als_gedacht1771015590555.html

      https://www.nature.com/articles/nature11837

      https://www.vetmeduni.ac.at/hochschulschriften/diplomarbeiten/AC12256171.pdf

       

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      Eine Frage, die oft gestellt wird

      Eine Frage, die oft gestellt wird, ist: 

      "Bekommt mein Hund die benötigten Proteine mit dem Insektenfutter? Ist im Futter wirklich alles drin, was mein Hund braucht?"

      Zum Vergleich:  Auf das Trockengewicht gerechnet enthält 1kg Mehlwürmer rund 490g Protein - 1kg Rind rund 520g Protein.

      Darüber hinaus enthalten Insekten neben hochwertigen Proteinen auch gesunde Fettsäuren sowie wertvolle Mikronährstoffe.

      Insekten liefern hochwertiges tierisches Protein, ohne jedoch ein Problem mit der Massentierhaltung zu haben. 

      Dazu kommen die gesunden Fette, Vitamine und Mineralstoffe. Das macht sie zur perfekten, gesunden und für den Hund leckeren Alternative.

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